«Peter Eggenberger bleibt in Erinnerung, er bleibt unter uns», sagte Gino Pauletti, Gemeindepräsident von Wolfhalden, anlässlich der Gedenkveranstaltung. Mit der Hommage vom vergangenen Freitag ehrten die Veranstalter (Appenzeller Verlag, Gemeinde Wolfhalden und Medizinisches Ambulatorium in Heiden) Leben und Werk von Peter Eggenberger. Es gelang ihnen auf würdige und unterhaltsame Art und Weise: Hanspeter Nef, Winterthur/Wolfhalden, der seit mehreren Jahren Lesungen mit Texten von Peter Eggenberger veranstaltet, gab Dialektgeschichten zum Besten, die das Publikum zum Lachen brachten. Für musikalische Zwischenspiele sorgte Hans Sturzenegger, Speicher, am Hackbrett, der oft Anlässe von Peter Eggenberger begleitete.
Am 2. Juli 2025 ist Peter Eggenberger im Alter von 86 Jahren an seinem Wohnort in Au SG gestorben. In Walzenhausen aufgewachsen, lebte er lange Jahre in Wolfhalden und machte sich einen Namen als Autor unzähliger Medienberichte in Lokalzeitungen sowie von zahlreichen Büchern. Im Appenzeller Verlag sind seit Ende der 1980er-Jahre zwölf «Büchlein», wie sie Peter Eggenberger liebevoll nannte, mit Texten im Kurzenberger Dialekt erschienen. Den Anstoss zu den Kurzerzählungen gaben Recherchen im Zuge der Gemeindechronik Walzenhausen. Mitautor Peter Eggenberger entdeckte damals viel historisches Material, das zwar nicht für die Chronik taugte, er jedoch zu humorvollen Geschichten verarbeiten konnte.
Von seinen Büchern wurden weit über 60 000 Exemplare gedruckt – und verkauft, wie Marcel Steiner, Gründer und ehemaliger Geschäftsleiter der Appenzeller Verlag AG, bemerkte. Denn das sei typisch für Peter Eggenberger gewesen: Er verkaufte seine Bücher am liebsten selbst. Als Werbeträger über die Region hinaus bezeichnete Gemeindepräsident Gino Pauletti den Ehrenbürger von Wolfhalden. Dies nicht nur mit Blick auf die Bücher voller Mundartgeschichten, sondern auch als Mitinitiant des Witzwanderwegs, der von Heiden über Wolfhalden nach Walzenhausen führt.
Rund 150 Personen wohnten der Gedenkveranstaltung bei, der Kronensaal war gut gefüllt, die Stimmung gelöst. Peter Eggenberger hätte sich wohl gefühlt, war er doch selbst erfolgreich und gern mit seinen unterhaltsamen und humorvollen Geschichten unterwegs – engagiert und mit viel Herzblut bis zuletzt.