Erscheint demnächst
Neuerscheinung

Stapelplatz New York

Nachdem in der Ostschweiz Jahrhunderte lang erfolgreich Leinentücher produziert und exportiert worden waren, geriet dieses Gewerbe im frühen 18. Jahrhundert in eine Krise. Die Umstellung auf Baumwolle um 1730 sollte der Textilproduktion zum Höhenflug verhelfen. Nach 1800 fabrizierten Maschinenspinnereien so viel Garn, dass immer mehr Heimarbeiter ihren kargen Lebensunterhalt mit Weben und Sticken verdienten. Um das wachsende Angebot zu verkaufen, erschlossen St.Galler Kaufleute neue Absatzmärkte in Übersee, allen voran in den USA. Ab 1819 gingen regelmässig Sendungen mit Ostschweizer Baumwollwaren über den Atlantik. New York war der Stapelplatz, von wo aus Nordamerika mit gesticktem Gewebe versorgt wurde. Im 165. Neujahrsblatt des Historischen Vereins des Kantons St.Gallen gibt Ökonom Erich Deschwanden einen Einblick in die wenig erforschte Geschichte der ostschweizerischen Handelsbeziehungen mit den USA im 19. Jahrhundert.

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Autor:in

Historischer Verein des Kantons St. Gallen

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