Streiflichter auf die Geschichte der Ernährung in der Ostschweiz
Ernährung ist ein menschliches Grundbedürfnis. Bei den Nahrungsmitteln, ihrer Beschaffung und Zubereitung hat der Mensch im Lauf der Zeit eine riesige Vielfalt entwickelt, die zum Teil kulturübergreifend, zum Teil lokal und zeitgebunden ist. Immer wieder war und ist er aber auch mit dem Mangel an Lebensmitteln konfrontiert. Das 166. Neujahrsblatt des Historischen Vereins des Kantons St.Gallen wirft Schlaglichter auf die Ernährungsgeschichte der Ostschweiz. Die Archäologie erlaubt einen Blick bis in die Anfänge der Esskultur. Vom Mittelalter an werden Grundnahrungsmittel zunehmend auch Sache der Politik. Diese konnte allerdings Hungersnöte nicht immer verhindern, wie die Hungerkrise von 1816/17 exemplarisch zeigt. Ab der frühen Neuzeit vermehrt sich die Vielfalt an Nahrungsmitteln und Zubereitungsarten. Auch die Migration beeinflusst die Vielfalt unseres Essens. Das Buch widmet sich überdies Räumen der Esskultur wie dem äbtischen Tafelzimmer oder öffentlichen Wirtshäusern. Und natürlich darf die St.Galler Bratwurst nicht fehlen.
Redaktion:
Jolanda Schärli, 1968, Museumskoordinatorin, und Clemens Müller, 1956, klassischer Philologe. Beide beschäftigen sich u.a. als freischaffende Historikerin bzw. Historiker mit der St.Galler Geschichte.
CHF 42.00
Der Historische Verein verbindet und macht Geschichte zum Erlebnis. Er bringt seinen Mitgliedern interessante und aktuelle Themen näher und regt zum Dialog an. Er gibt Forschenden eine Plattform. Er berät in historischen Fragen und unterstützt Projekte, die Kulturgut erschliessen und erhalten. Der Historische Verein setzt sich ein für ein starkes Netzwerk, um der Geschichte im Kanton St. Gallen eine Stimme zu verleihen.