Als ihr Mann plötzlich verschwindet, stellt sich Gunda den äusseren Veränderungen. Neue Erfahrungen lösen alte Gewohnheiten ab. Road-Movie einer 62-Jährigen auf der Suche nach dem Sinn, dem Leben und der Liebe.
Kinderfest: Gunda hat ihren Schlüssel zu Hause liegenlassen. Nun streift die 62-jährige Buchhändlerin mit lediglich zwölf Franken in der Tasche durch die Stadt. Als sie abends heimkehrt, findet sie die Tür verschlossen vor: Ihr Mann David ist nicht von seiner Bergwanderung zurückgekehrt. Glücklicherweise findet Gunda bei einer Nachbarin Unterschlupf für die Nacht. Als David auch am nächsten Tag nicht auftaucht, macht sich Gunda Sorgen. Doch weder ihr kauziger Vater noch ihre tüchtige Schwester Dora oder Davids bester Freund Peter können ihr weiterhelfen. Da findet Gunda in der Post einen Brief des Radiologischen Instituts, adressiert an ihren Mann. Hat das Schreiben mit Davids Verschwinden zu tun? Oder ist sie, Gunda, der Grund dafür? Ihre Ehe? Das Alter? Gunda macht sich auf die Suche nach David. Ihre Odyssee führt sie zunächst ins Tessin, dann durch halb Europa bis auf eine Schäreninsel in der Ostsee – und schliesslich zu sich selber: Denn die neuen Erfahrungen und Begegnungen brechen Gundas verkrustete Gewohnheiten und Gewissheiten auf.
CHF 34.00
Christine Fischer, 1952 in Triengen LU geboren, studierte Logopädie am Heilpädagogischen Institut der Universität Freiburg und war vierzig Jahre lang als Sprachtherapeutin tätig. Sie wohnt in St.Gallen und hat diverse Bücher veröffentlicht: «Eisland» (1992), «Lange Zeit» (1994), «Augenstille» (1999), «Solo für vier Stimmen» (2003), «Von Wind und Wellen, Haut und Haar» (2004), «Vögel, die mit Wolken reisen» (2005), «Nachruf auf eine Insel» (2009), «Els» (2014), «Lebzeiten» (2015) und «Der Zweifel, der Jubel, das Staunen» (2017), «Im Mai am Montag» (2019), «Herz, Kranz, Gefäss» (2021). Für ihr literarisches Schaffen wurde sie mit verschiedenen Förder- und Werkpreisen ausgezeichnet, zuletzt 2024 mit dem Kunstpreis der St.Gallischen Kulturstiftung.
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