Walter Rotach hält in dieser Mundartgeschichte in köstlicher und poetischer Weise die Erinnerungen an seine Jugendzeit in den 1880er-Jahren fest, die er im Schulhaus «Untere Fabrik» in Herisau mitten im Industriequartier im Tal der Glatt in der Obhut eines schlichten und doch grossartigen Elternpaars erlebt hat. Mit feiner Beobachtungsgabe und tiefem Verständnis für alles Menschliche erzählt er in unverfälschtem Herisauer Dialekt humorvoll und doch besinnlich von den Freuden und Leiden der Menschen seiner engeren Heimat. Eine der Hauptfiguren in den Geschichten ist seine Grossmutter Hatili in Schwellbrunn.
CD 1
1) Im Schuelhus am Raubach
2) D Eröffnig vom «Frohsinn»
3) Firobestonde
4) Jungi Liebi
CD 2
1) D Sprötzebrob ond d Laternenacht
2) Zwüschet ine e Gschicht vo Emmas Grossmuetter
3) Allerlei Gfeuts ond Ogfeuts
CD 3
1) S Gsang
2) D Rigireis vom Gmischte Chor
Total Laufzeit: 230 Minuten
CHF 30.00
Walter Rotach, 1872-1928, geboren in Wolfhalden, aufgewachsen in Herisau, wurde in Kreuzlingen zum Lehrer ausgebildet und fand seinen ersten Wirkungskreis in der Taubstummenanstalt Zürich. 1894 liess er sich als Lehrer nach Wolfhalden wählen und folgte zwei Jahre später einem Ruf nach Herisau. 1924 erschien die Mundarterzählung «Vo Ärbet, Gsang ond Liebi». 1927 gab die Landesschulkommission Appenzell Ausserrhoden das von Rotach zusammengestellte «Heimatbuch für junge Appenzeller» heraus. In seinem letzten Lebensjahr schrieb Rotach die Fortsetzung der von Pfarrer August Eugster verfassten, 1870 erschienen Gemeindegeschichte von Herisau «Die Gemeinde Herisau»; sie wurde 1929, ein Jahr nach dem Tod des Verfassers, herausgegeben.