Eine Landsgemeinde ist der sichtbare Ausdruck einer föderalistischen Schweiz, die ihren Gliedern ein möglichst grosses Mass an Selbständigkeit und institutioneller Eigenart zuerkennen will. Bis zu ihrer Abschaffung im Jahr 1997 war auch die Ausserrhoder Landsgemeinde ein Überbleibsel jener kommunalen Bewegung, die im Spätmittelalter kleine und kleinste Gemeinwesen ergriff und sie zu politischen Selbstverwaltungskörpern gestaltete. Die Schrift geht den Ursprüngen der Landsgemeinden nach und beschreibt detailliert den Ablauf der Ausserrhoder Landsgemeinde.
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Walter Schläpfer, 1914 – 991, studierte nach dem Abschluss des Gymnasiums in Trogen Geschichte und Germanistik an der Universität Zürich. 1941 übernahm Walter Schläpfer sein Lehramt an der Kantonsschule Trogen, der er auch als Prorektor diente. Schläpfer hat sich sein Leben lang mit der Geschichte seinen Heimatkantons beschäftigt und ausserordentlich weitgehende und gründliche Studien betrieben. Neben zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen verdankt ihm das Land Appenzell einen wesentlichen Teil der 1964 herausgekommenen Geschichte des ungeteilten Landes, sowie die Geschichte Ausserrhodens, die 1972 erschienen ist.